2009 endete schrecklich! "Krebs?"
krächzte ich hervor und eine Eiseskälte durchströmte meinen Körper. Ich hörte dem Hall meiner Stimme nach und wusste schon vor seiner Antwort sofort, dass meine schlimmste Befürchtung wahr geworden war. Es kam mir so vor, als stünde ich noch einmal neben mir - als weißer, durchsichtiger Geist, der sein fleischliches Ich beobachtet und es reden hört.
Mein fleischliches Ich sprach weiter mit Dr. X. Er gab sich nicht sonderlich Mühe, Betroffenheit oder Mitgefühl zu zeigen. Er deutete auf die Patientenliege und sagte: "Ich mache für Sie gleich einen Termin bei Professor X. in der Y-Klinik aus. Der ist der Beste hier. Prostata und Samenblasen werden radikal entfernt. In vierzehn Tagen ist alles vergessen."
Spontan platzte es aus mir heraus:
"Und meine Potenz?"
"Damit ist es jetzt ein für allemal vorbei! Zudem müssen Sie über einen längeren Zeitraum mit Inkontinenz rechnen."
Mir ist wohl der Mund offen stehen geblieben, denn er beeilte sich noch hinzuzufügen: "Wenn Sie an Krebs sterben, haben Sie auch keine Potenz mehr!
Also?"
Jetzt war ich vollends platt. Hilflos und entsetzt sank ich auf meinen Stuhl zurück.
Dr. X. redete noch ziemlich lange beschwörend auf mich ein und gestikulierte dabei wild. Ich hörte ihm zwar zu und seine Worte drangen auch in mein Bewusstsein ... aber dort spulte sich trotzdem immer wieder von neuem der gleiche Film ab: Ich sah mich auf dem Operations-Tisch liegen, blickte in die verzweifelten und traurigen Augen meiner Jungs und sah den Schrecken in den Gesichtern.
Und dann kam die Angst.
Krebs? Wieso habe ich Krebs? Werde ich daran sterben? Wie viel Zeit bleibt mir? Was tue ich in dieser Zeit noch? So erging es mir und nun ist es so weit ich fahre zur OP nach Berlin.
glg. GÜNTER
Freitag, den 12 März 2010
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Verfasst am 13.03.2010 13:43:29 Uhr Hatte ich zu wenig SEX oder haette ichmehr onanieren sollen ??????? Sex schützt vor Prostatakrebs
Ein erfülltes Sexualleben macht nicht nur Spaß, hält fit und hebt die Laune. Mediziner bestätigen sogar: Sex beugt auch gefährlichen Krankheiten vor.
Ein Forscherteam um den Australier Prof. Graham Giles von der Universität Melbourne hat das Sexualverhalten von rund 2300 Männern untersucht und dabei festgestellt:
Je häufiger die Männer einen Samenerguss hatten, desto geringer ist die Gefahr, an Prostatakrebs zu erkranken.
Vor allem Männer, die in jungen Jahren sexuell besonders aktiv leben, leiden weniger oft an bösartigen Tumoren der Vorsteherdrüse. Ob jedoch der Samenerguss durch Sex mit einem Partner oder durch Selbstbefriedigung hervorgerufen wird, spielt dabei keine entscheidende Rolle.
Wichtig ist, dass es zu regelmäßigen Ejakulationen kommt, damit die Prostata „durchgespült" wird.
Diese Durchspülung verhindert das Ansiedeln von gefährlichen Bakterien, die zu Entzündungen wie chronischer Prostatitis führen können. Urologen vermuten darin eine entscheidende Ursache zur Entstehung von Prostatakrebs.
Genauso wichtig wie regelmäßige Samenergüsse sind Trinken und das restlosen Entleeren der Blase, da sogenannter Restharn ebenfalls zu chronischen Entzündungen im Blasenbereich führen kann.
Liebe Gruesse Euer Guenter
Verfasst am 13.03.2010 13:17:19 Uhr Die eigenen Grenzen akzeptieren lernen
Die Diagnose Prostatakrebs stellte nicht nur mein Leben auf den Kopf, sondern auch das meiner Soehne und Freunden. Deren Bedürfnisse sollten bei aller Sorge um meine Erkrankung nicht vernachlässigt werden.
Angehörige von krebskranken Menschen geraten nach der Diagnose oft selbst in eine verzweifelte Situation. Neben der Angst vor der Zukunft und der Sorge um das Familienmitglied stürzen eine Vielzahl von Gefühlen und Gedanken auf sie ein. Das ganze Leben auf einmal anders zu organisieren und neue Aufgaben übernehmen zu müssen, löst bei vielen ein Gefühl der Hilflosigkeit aus. In dieser Situation hilft es am meisten, wenn man sich zusammen mit dem Betroffenen ausführlich über die Krankheit, die Behandlung, mögliche Nebenwirkungen etc. informiert. Je mehr Klarheit darüber besteht, wie es in der nächsten Zeit zumindest medizinisch weitergeht, umso eher kann man sich auf die neue Lage einstellen.
Das eigene Leben rückt in den Hintergrund
Im Mittelpunkt steht nun der kranke Angehörige und viele fragen sich, wie sie ihm am besten helfen und ihn unterstützen können. Doch dafür gibt es keine allgemeingültige Regel, da jeder Patient auf seine ganz eigene Weise mit einer Krebserkrankung umgeht und dementsprechend unterschiedliche Anforderungen stellt. Die richtigen Worte in dieser Situation zu finden, das Richtige zu tun und sinnvoll zu helfen, ist nicht immer leicht. Nur wenn man in dieser schwierigen Situation miteinander im Gespräch bleibt, gibt es eine Chance, einfühlsam auf die jeweiligen Bedürfnisse reagieren zu können. Dabei sollten Angehörige nicht außer Acht lassen, dass auch bzw. gerade kranke Menschen nur bis zu einer bestimmten Grenze unterstützt werden wollen. Zu viel Verantwortung von dem Kranken zu nehmen - vielleicht sogar noch ungefragt - kann ihm das Gefühl geben, nutzlos oder ausgegrenzt zu sein. Der kranke Partner sollte daher soweit wie möglich weiter ins alltägliche Leben einbezogen werden.
Eigene Emotionen zulassen, Kräfte bewahren
Vielen männlichen Patienten fällt es nicht leicht, über die eigenen Ängste und Gefühle, eventuelle Einschränkungen der Sexualität und den vermeintlichen Verlust an Männlichkeit zu sprechen. In diesem Zusammenhang ist es auch meist die Partnerin, an der Wut und Frustration über die Krankheit und ihre Folgen als erstes und ungebremst ausgelassen werden. Nahen Angehörigen wird über eine lange Zeit ein hohes Maß an Kraft und Verständnis abverlangt. Dazu kommen die körperlichen Anstrengungen wie wiederholte Fahrten zur Klinik und die Versorgung des Haushaltes ohne den Partner. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich Angehörige mitunter überfordert und mit ihren Sorgen alleingelassen fühlen. Wichtig ist es, die eigenen Emotionen zuzulassen und sie nicht zu unterdrücken. Außerdem sollten die eigenen Grenzen akzeptiert werden. So belastbar man sich auch fühlen mag, niemand kann rund um die Uhr für einen kranken Menschen sorgen, ohne sich selbst immer wieder Erholungspausen zu gönnen!
Das Umfeld mit einbeziehen, Hilfe annehmen
Familie, Freunde und auch Arbeitskollegen können für den betreuenden Angehörigen eine wertvolle Stütze sein - vorausgesetzt man geht offen auf sie zu und nimmt die angebotene Hilfe auch an. Wenn die Aufgaben auf mehrere Personen verteilt werden, gewinnt man Zeit, um seine eigenen Batterien neu aufzuladen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Ärzte und Pflegepersonal nehmen mittlerweile auch die Belastungen von Angehörigen ernst und versuchen, deren Bedürfnisse ebenso zu berücksichtigen wie die des Patienten. Viele Informationsangebote, Beratung und Hilfe stehen heute den Angehörigen genauso offen wie den Patienten selbst. Warnzeichen der Überforderung ernst zu nehmen, rechtzeitig für Entlastung zu sorgen und Hilfe anzunehmen, sind die besten Mittel, um mit der schwierigen Situation umzugehen und nicht zuletzt auch für den Patienten mit ausreichend Kraft da sein zu können.
Liebe Gruesse Euer Guenter
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